Eröffnung einer neuen Schule in Gemeinde Musch, Bezirk Kaschatagh

Scule in der Gemeinde MuschIn der Gemeinde Musch, Region Kaschatagh, wurde eine neue Schule dank der Initiative der Organisation "Hayrenaser" (Patriot) gebaut. Am 11. November fand der Eröffnungsfeier der neun Schule an dem auch der Staatsminister Araikk Harutyunyan teilnahm.  Fast 50 Schüler aus den Dörfern Musch und Alaschkert werden demnächst die Schule besuchen können.
 
"Ich glaube, es ist kein Zufall, dass die Schule nach unserem Zeithelden Armenak Urfanyan (gefallener Soldat im April-Krieg von 2016) benannt wurde. Es ist eine Art Botschaft an die Lehrer der Schule und unsere Landsleute, dass wir in erster Linie die Erinnerung an gefallene Helden ehren sollen, indem wir unsere Kinder nach ihrem Beispiel erziehen", - sagte der Staatsminister Harutyunyan.

Anschließend besuchte Arayik Harutyunyan die Gemeinde Michnavan und machte sich mit den laufenden Bauarbeiten eines Wohnhauses für die Rückführung von Familien vertraut. Das Wohnhaus wird mit staatlichen Investitionen und den Investitionen der gemeinnützigen Stiftung "Kashatagh" errichtet. Hier wurde bereits ein multifunktionales Gemeindezentrum und die Turnhalle fertiggebaut.

Quelle: ArtsakhPress

Mitglieder der Stiftung „Depi Hayq“ (Birthright Armenia) sind zu Gast in Artsakh

Unsere Aufgabe ist es, die Beziehungen der Jugendlichen zwischen Armenien, Artsakh und Diaspora zu stärken, indem wir den in der Diaspora lebenden Jugendlichen durch die Freiwilligkeitsarbeit oder das Studium in der ursprünglichen Heimat ermöglicht zur Entwicklung der Letzteren beizutragen, dauerhafte persönliche Beziehungen auszubauen, so der Geschäftsführer der Stiftung Sevan Gapagyan.

Während der Reisen bietet die Stiftung den armenischen Jugenden in Diaspora die kostenfreien Kurse der armenischen Sprache, diversen Seminare, Exkursionen und viel mehr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bei den armenischen Familien untergebracht, damit sie möglichts viele unmittelbare persönliche Kontakte mit den Heimischen pflegen können.

Die Bewerberinnen und Bewerber sollen im Alter zwischen 20 und 32 Jahren sein und eine armenische Herkunft ausweisen. Jede Reise in das ursprüngliche Heilamtsland dauert mindestens 2 Monate lang.

Ein der Hauptzielen der Initiative sei es, dass die in verschiedenen Ländern lebenden Jugend sich mit ihren Wurzeln verbinden und an dem Aufbau und der Entwicklung ihrer historischen Heimat beteiligen. Die Stiftung wurde in 2004 gegründet und hat derzeit 220 Mitglieder, die Mitgliederzahl steigt Jahr für Jahr weiter.

Sie organisieren 2-3 Mal im Jahr Ausflüge nach Artsakh. Diesmal umfasst die Gruppe etwa 100 Personen aus 15 Ländern.

Etwa 1.500 Freiwillige aus 48 Ländern der Welt sind im Rahmen unseres Programms in Artsakh gewesen. Bei jedem Besuch in Artsakh fühlen sie sich sehr stolz, dass in dieser kleinen und gemütlichen Ecke der Welt ein Teil des armenischen Volkes lebt und eigenes Land, die Freiheit und Unabhängigkeit verteidigt, fügt weiter der Leiter der Stiftung Gapagyan hinzu.

Die Diaspora-Armenier bringen auch ein Stück der Welt nach Artsakh mit. Zum Beispiel hat sich dies Mal ein Teilnehmer aus Spanien entschieden, im „Wiki-Klub“ von Stepanakert den Kindern ein Monat lang Spanisch beizubringen.

Quelle:ArtsakhPress

Eröffnung der neuen Kindergärten in Stepanakert und Schuschi

Kindergarten Sose in StepanakertEin neuer Kindergarten „Sose“ wurde am 6. September in Hauptstadt von Artsakh, Stepanakert feierlich eröffnet. An der Eröffnungszeremonie nahm auch der Präsident des Landes Bako Sahakyan teil. Das Kindergärtennetz „Sose“ spiele eine wichtige Rolle bei den Vorschulinstitutionen Artsakhs, dieser wurde dank den Bemühungen der Diaspora gegründet und sei ein einzigartiges Symbol der trilateralen Zusammenarbeit Armenien – Artsakh – Diaspora, so der Präsident Sahakyan.

Die Organisation „die Union der armenischen Hilfe“ (Armenian Relief Society) organisierte noch im vergangenen Jahr eine Sammlung von Spenden in Burbank, Großstadt im Los Angeles County im US-Bundesstaat Kalifornien, für den damals noch im Bau befindenden Gebäude des Kindergartens „Sose“. Auf der Initiative wurden 33.000 US- Dollar aufgebracht, die für die Bedürfnisse des Kindergartens, einschließlich Kindergarten in Schuschides Erwerbs der notwendigen Möbelstücke, ausgegeben wurden.

Am 10. Oktober wurde ein anderer moderner Kindergarten in der Stadt Schuschi dank der finanzielle Unterstützung der US-Amerikaner der armenischen Herkunft Eduard Msrlyan eröffnet.

 

Ärzte aus Deutschland zu Gast in Artsakh

Zwei Ärzte aus Deutschland besuchten Ende August Artsakh und diagnostizierten Patientinnen im Stepanakerter Krankenhaus kostenfrei.

Augenarzt Fuad Zeidan aus Hamburg sagt, er reise gern und als Arzt sei er interessiert, mit welchen Standards die Ärzte in verschiedenen Ländern ihre Behandlungen durchführen.

„Eingetroffen in Artsakh wollte ich erfahren, unter welchen Bedingungen die Ärzte hier arbeiten, und welche Komplikationen besonders bei den Patienten mit Augenproblemen vorhanden sind“, sagt Fuad Zeidan und fügt hinzu: "Es gibt moderne medizinische Technik im Republikanischen Krankenhaus, die die Arbeit des Arztes erleichtert.“

In Palästina geborener Arzt aus Hamburg erzählt, dass er seit zwei Tagen mehrere Patienten mit verschiedenen Problemen untersucht hat.

Die Ärztin für Frauenheilkunde und Seelenheilkunde Dr.med. Annemarie Braun, ebenso aus Hamburg, sagt, sie sei hier begeistert von modernen Ausrüstung der Klinik und Bildungsstand der Ärztinnen. Sie wünscht sich, ein Zentrum der alternativen Medizin in Artsakh zu haben, wo die Behandlung frei von Chemikalien durchgeführt werden kann. Für Dr. Braun ist es bereits der fünfte Besuch in Artsakh. Jedes Mal, wenn sie hierherkommt, sieht sie neue positive Veränderungen.

Die Ärztinnen aus Deutschland besuchten Artsakh mit Doktorandin Manushak Markosyan zusammen. „Ich lebe seit Jahren in Deutschland und bin bei Wissenschaftsforschung tätig. Jedes Mal, wenn ich mich mit Ärzten treffe, erzähle ich immer über Artsakh. Ich lud sie ein, Artsakh zu besuchen, die sie freundlich annahmen und hier ihren Beitrag zur Artsakhs Gesundheitsversorgung leisteten“, - sagt Frau Markosyan.

 

Quelle: ArtsakhPress

Auch die Frauen sind bei der Räumung der Minenfelder in Artsakh aktiv

Seit 2000 räumt die britische Firma «Halo Trust» die Minen in Artsakh. Sie hat bis heute etwa 480 Felder von Minen geräumt, die weiteren 90 Minenfelder müssen noch geräumt werden. «Halo Trust» plant nach eigenen Angaben Artsakh von verlegten Minen bis zum 2020 vollständig zu befreien. Gegenwärtig werden von der Firma 11 Minenfelder geräumt.

Vertreter von «Halo Trust» seien zum ersten Mal im Jahr 1995 nach Artsakh gekommen. Damals haben sie Schulungen für Mitarbeiter der Verteidigungsarmee zur Räumung der Minenfelder mit der international anerkannten Art und Weise durchgeführt, teilt der Leiter der «Halo Trust» Mission in Artsakh, Ash Boddy mit.

„Im 1995 war es ein kurzes Programm, danach gingen wir zurück. Aber im 2000 kam „Halo Trust“ auf Einladung der Baronin Caroline Cox zurück. Seitdem sind wir die einzige internationale, gemeinnützige und Organisation, die Minen in Karabach entschärft“, fügt Boddy hinzu. Die Schaffung der Finanzierung für die Tätigkeit in Artsakh sei eine schwierige Aufgabe.

„Halo Trust“ hatte jährlich mehr als 100 Mitarbeiter, aber im laufenden Jahr ist die Anzahl der eingestellten Kräfte auf 210 gewachsen. Heute arbeiten in „Halo Trust“ auch Frauen als Minenräumerinen. „Die erste Gruppe wurde im 2015 aus Dorf Kareghah im Bezirk Kashatagh gegründet. Jetzt gibt es drei solche Gruppen, wo die Anzahl der Frauen dominiert“, erzählt Ash Boddy.

Um bei „Halo Trust“ eingestellt werden zu dürfen, muss man ein 5-wöchiges Praktikum absolvieren. In den ersten vier Wochen umfasst das Programm theoretische und praktische Kenntnisse zur Minenräumung. Die fünfte Woche ist für die erste Hilfe. Nach Ende jeder Praktikumsphase wird Prüfung abgegeben und dadurch entscheiden, ob die Praktikantin bzw. der Praktikanten für die Tätigkeit in der Organisation geeignet ist oder nicht.

Die Minenräumerin Lilit Martirosyan ist 40, sie kommt aus Stepanakert. Bei „Halo Trust“ arbeitet sie seit 2. April 2017. „Die Arbeit ist kompliziert und gefährlich. Allerdings tun wir alles, um diese Gefahr für andere Menschen zu beseitigen. Unsere Gruppe besteht aus 7 Minenräumerinnen, die fünf davon sind Frauen, und einen Kommandanten“, sagt Lilit und fügt hinzu, sie habe von ihrem Ehemann, der auch bei „Halo Trust“ als Minenräumer tätig ist, über diese Arbeit erfahren. Das Ehepaar ist in derselben Gruppe tätig, und jedes Mal, wann sie im Minenentschärfungseinsatz sind, denken sie zuerst daran, dass sie alles tun müssen, um heil zurückzukehren, weil Zuhause ihre minderjährigen Kinder auf sie warten.

Wie der Missionsleiter Boddy sagt, bleibe „Halo Trust“ in Artsakh, weil das Land ihre Hilfe braucht. Sie haben auch ein spezielles Programm zur Erhöhung des Gefahrenbewusstseins bei der Bevölkerung. Zweimal jährlich besuchen die Mitarbeiterinnen die Schulen und bringen den Schülerinnen die notwendigen Informationen bei. Im vergangenen Jahr wurden dadurch mehr als 8.000 Kinder und 2.000 Erwachsene belehrt. Es gebe auch eine andere Gruppe, die jedes Jahr durch alle Dörfer von Artsakh rumläuft und die Gemeindemitglieder über erste Schritte bei Minengefahr informiert, erzählt Ash Boddy weiter.

Nach dem Aprilkrieg vom 2016 entschärfte „Halo Trust“, zusammen mit Rettungsdienst, verlegte Minen in Ortschaften Talisch, Mataghis und anderen Grenzdörfern Artsakhs, bevor die Zivilbevölkerung zurückkehrte.

„Halo Trust“ beschäftige sich vor allem mit der Entschärfung der Antipersonen- und Panzerabwehrminen, so der Missionsleiter Boddy.

Quelle: ArtsakhPress

Fotoausstellung in Stepanakert zum internationalen Tag der Vermissten

Im Kultur- und Jugendhaus vom Stepanakert eröffnete die Mission des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) in Artsakh zusammen mit den Familienangehörigen der vermissten Personen eine Ausstellung am 30. August 2017, die dem internationalen Tag der Vermissten gewidmet war.

Bei der Eröffnung der Ausstellung begrüßte den Gästen die Projektassistentin der IKRK-Mission in Artsakh „Unterstützung der Familienangehörigen der Vermissten“ Frau Charlotte Jans. Sie dankte den Gästen für die Anwesenheit an der Ausstellung und fürs Gedenken an den Tag der Vermissten.

Die Ausstellung sei ein Teil des vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes seit 2011 durchgeführten Förderprogramms, so Frau Jans. Viele von den Fotos sprechen statt Familien der Vermissten, aber die Hoffnungen und das Leid dieser Familien bleiben der Öffentlichkeit oft unbekannt. Wir haben heute die Gelegenheit, mit Ihnen durch die Poesie und Zitate der Familienangehörigen der Vermissten zu sprechen, die ihren Gefühlszustand besser beschreiben, fügte Frau Jans hinzu.

Der Leiter der IKRK-Mission in Artsakh Dragoslav Blazevic stellte fest, das IKRK wolle mit dieser Initiative den Respekt gegenüber den Familienangehörigen der Vermissten sowie diejenigen, die versuchen diese Familien zu helfen, zeigen. Die dargestellten Fotos spiegeln das schwierige Schicksal der Familienangehörigen der Vermissten wider, durch das sie ihren Alltag durchlaufen. Sie hallen das endlosen Leid von Familienangehörigen wider. Die Fotos erinnern uns daran, dass das Verschwinden unserer Angehörigen während der bewaffneten Konflikte nicht nur die schmerzlichen Konsequenzen hat, sondern auch eine menschliche Tragödie ist, sagte er. Der Leiter der IKRK-Mission fügte hinzu, dass die Klärung des Schicksals der vermissten Menschen eines der Hauptziele der IKRK-Mission ist.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes registrierte seit 1992 mehr als 4500 vermisste Personen, deren Schicksal noch unbekannt bleibt.

Quelle: ArtsakhPress

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