Fotoausstellung in Stepanakert zum internationalen Tag der Vermissten

Im Kultur- und Jugendhaus vom Stepanakert eröffnete die Mission des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) in Artsakh zusammen mit den Familienangehörigen der vermissten Personen eine Ausstellung am 30. August 2017, die dem internationalen Tag der Vermissten gewidmet war.

Bei der Eröffnung der Ausstellung begrüßte den Gästen die Projektassistentin der IKRK-Mission in Artsakh „Unterstützung der Familienangehörigen der Vermissten“ Frau Charlotte Jans. Sie dankte den Gästen für die Anwesenheit an der Ausstellung und fürs Gedenken an den Tag der Vermissten.

Die Ausstellung sei ein Teil des vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes seit 2011 durchgeführten Förderprogramms, so Frau Jans. Viele von den Fotos sprechen statt Familien der Vermissten, aber die Hoffnungen und das Leid dieser Familien bleiben der Öffentlichkeit oft unbekannt. Wir haben heute die Gelegenheit, mit Ihnen durch die Poesie und Zitate der Familienangehörigen der Vermissten zu sprechen, die ihren Gefühlszustand besser beschreiben, fügte Frau Jans hinzu.

Der Leiter der IKRK-Mission in Artsakh Dragoslav Blazevic stellte fest, das IKRK wolle mit dieser Initiative den Respekt gegenüber den Familienangehörigen der Vermissten sowie diejenigen, die versuchen diese Familien zu helfen, zeigen. Die dargestellten Fotos spiegeln das schwierige Schicksal der Familienangehörigen der Vermissten wider, durch das sie ihren Alltag durchlaufen. Sie hallen das endlosen Leid von Familienangehörigen wider. Die Fotos erinnern uns daran, dass das Verschwinden unserer Angehörigen während der bewaffneten Konflikte nicht nur die schmerzlichen Konsequenzen hat, sondern auch eine menschliche Tragödie ist, sagte er. Der Leiter der IKRK-Mission fügte hinzu, dass die Klärung des Schicksals der vermissten Menschen eines der Hauptziele der IKRK-Mission ist.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes registrierte seit 1992 mehr als 4500 vermisste Personen, deren Schicksal noch unbekannt bleibt.

Quelle: ArtsakhPress

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