Interview des Außenministers von Artsakh, Davit Babayan mit dem öffentlichen Fernsehen Armeniens.

Interview des Außenministers von Artsakh, Davit Babayan mit dem öffentlichen Fernsehen Armeniens
 
Das Haupthindernis bei der Frage des Austauschs von Kriegsgefangenen sei die aserbaidschanische Politik, „und wir sehen hier gefährliche Tendenzen“, sagte Davit Babayan. „Zum Beispiel betrachten sie die Kriegsgefangenen, insbesondere die in Dörfern Chtsaberd und Hin Tagher gefangenen 64 Personen, als Terroristen, und leiten gegen sie ein Strafverfahren ein. Dies ist eine grobe Verletzung aller völkerrechtlichen Normen und Konventionen. Dies zeigt Diskriminierung aus religiösen und ethnischen Gründen“, fügte der Außenminister in einem Interview mit dem öffentlichen Fernsehen Armeniens am 14. Januar 2021 zu.
In diesem Zusammenhang erklärte Babayan, dass alle in Gefangenschaft geratenen Militärangehörigen und Zivilisten unmittelbar nach dem Ende der Feindseligkeiten hätten zurückgegeben werden müssten, aber Aserbaidschan behindere mit seinem Verhalten den Rückkehrprozess.
„Aber unabhängig von allem werden wir unsere Arbeit fortsetzen und versuchen, alles Mögliche zu tun, um dieses Problem irgendwie positiv zu lösen. Natürlich ist es sehr schwierig, besonders unter den Bedingungen in Artsakh: Einige unserer Behörden, einschließlich der Verteidigungsarmee und des Ministeriums für Notsituationen, leisten zusammen mit den Friedenstruppen wirklich titanische Arbeit“, erzählte der Außenminister.
 
Das ganze Interview ist bei Youtube in Armenisch zu sehen unter:
 
 
 
 
Zu armenischen Kriegsgefangenen:
 
Die erste Phase des Gefangenenaustauschs zwischen Armenien und Aserbaidschan fand am 14. Dezember 2020 unter Vermittlung russischer Friedenstruppen statt. 44 Armenier kehrten mit einem russischen Militärflugzeug nach Armenien zurück, als Gegenleistung flogen 12 aserbaidschanische Bürger aus Armenien nach Baku.
Am 28. Dezember 2020 kehrten vier Armenier durch die Vermittlung Russlands und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz aus der Gefangenschaft in Aserbaidschan nach Armenien zurück. Zwei aserbaidschanische Gefangene wurden Baku zurückgegeben.
Armenien erklärte sich bereit, beim Gefangenenaustausch mit Aserbaidschan nach dem Prinzip „alle für alle“ aufzutreten. Es wird vorgeschlagen, einen Mechanismus zu schaffen, durch den jede Partei verpflichtet ist, neue Gefangene ohne Vorbedingungen zurückzugeben.
Laut den Anwälten Artak Zeynalyan und Siranusch Sahakyan vertreten sie vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte die Interessen von 80 armenischen Kriegsgefangenen und verhafteten Zivilisten, von denen 18 Personen bereits in die Heimat zurückgekehrt sind (Stand Ende 2020).
Nach Angaben von Siranusch Sahakyan vom 11. Januar 2021 befinden sich mindestens 120 armenische Bürger in aserbaidschanischer Gefangenschaft.
 
Zum Krieg in Artsakh:
 
Vom 27. September bis 9. November 2020 führten die aserbaidschanischen Streitkräfte unter Beteiligung der Türkei und von ihr rekrutierten ausländischen Söldner und Terroristen, unter Einsatz von Raketen- und Artillerie-Waffen, schweren Panzerfahrzeugen, Militärflugzeugen und verbotenen Waffen (Streubomben, Phosphorwaffen) an der Front und im Hinterland einen Aggressionskrieg gegen Artsakh. ... Unter Beschuss standen unter anderem zivile und militärische Ziele auch auf dem Territorium von Armenien.
Am 9. November 2020 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs der Russischen Föderation, von Aserbaidschan und Armenien eine Erklärung zur Einstellung aller Feindseligkeiten in Artsakh.


Rundtisch in Moskau


"Rundtisch" in Moskau

Die Ständige Vertretung der Republik Artsakh in der Russischen Föderation veranstaltete am 22. Februar den Rundtisch zum Thema „Freie Artsakh: 30 Jahre.“ Die Veranstaltung war dem 30-jährigen Jubiläum des nationalen Befreiungskampfes von Artsakh-Armenier „Karabach-Bewegung“ gewidmet.
Die Hauptdiskussionsthemen der Veranstaltung waren die Phasen und Ergebnisse der Karabach-Befreiungsbewegung, die aktuelle Situation in der Republik Artsakh und den Beilegungsprozess des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach.

Bei der Eröffnung der Veranstaltung wurden die seitens der ständigen Vertretung von Artsakh in Russland vorbereiteten Dokumente, die die 30 Jahre des Befreiungskampfes des artsakhischen Volkes darstellen, gezeigt. Der ständige Vertreter der Republik Artsakh in der Russischen Föderation, Albert Andryan, stellte zudem eine 300-seitige Sammlung von Artikeln „Artsakh, ein langer Weg zur Freiheit“ vor, die Zeugenaussagen und Einschätzungen von unabhängigen Beobachtern, Journalisten, Politikern und Politikwissenschaftlern aus Russland, Großbritannien, Artsakh und Armenien enthält. Als Hauptredner trat der Vorsitzende des Exekutivkomitees und Mitglied des Präsidiums des damaligen Parlaments von Berg-Karabach, Semyon Babayan, der bei der historischen Entscheidung vom 20. Februar 1988 mitgewirkt hatte.

Der Rundtisch führte zur Verabschiedung eines Memorandums, in dem die Teilnehmer der Veranstaltung die Notwendigkeit unterstrichen, an der ausschließlich friedlichen Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach, was auf der Basis des umgesetzten Selbstbestimmungsrechts des artsakhischen Volkes festzuhalten. Die Teilnehmer forderten auch die internationale Gemeinschaft auf, die Unabhängigkeit der Republik Artsakh im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen und dem Völkerrecht endlich anzuerkennen, und äußerten die Überzeugung, die Anerkennung gebe den Verhandlungen neue Impulse und könne ein wichtiger Faktor für die Unumkehrbarkeit des Friedensprozesses sowie Sicherheit und Stabilität in der Region sein.

Die Veranstaltung fand im Konferenzsaal der Nachrichtenagentur Regnum, unter der Teilnahme der Vertreter der zahlreichen etablierten politischen und akademischen Institutionen Russlands, Mitarbeiter der Botschaft der Republik Armenien in der Russischen Föderation, sowie Vertreter der russisch-armenischen Kooperationsorganisation, der Union der Armenier von Russland und einigen russischen und armenischen Massenmedien statt.

Jahrespressekonferenz des Außenministers der Republik Artsakh

Jahrespressekonferenz des Außenministers der Republik Artsakh

Außenminister von Artsakh Masis MayilianAm 19. Februar fand die jährliche Pressekonferenz des Außenministers der Republik Artsakh Masis Mayilian statt und wurde die getane Arbeit des Außenministeriums im 2017 vorgestellt.

In Bezug auf die Bemühungen um die internationale Anerkennung von Artsakh und den Ausbau der dezentralisierten internationalen Zusammenarbeit stellte der Außenminister fest, dass sich die positiven Tendenzen auch im 2017 fortsetzten. Im September des vergangenen Jahres verabschiedete der Senat des US-Bundesstaates Michigan die Resolution zur Anerkennung der Unabhängigkeit von Artsakh. Freundschaftliche Erklärungen wurden zwischen den Städten Chartar und Berdzor von Artsakh und Décines-Charpieu und Alfortville von Frankreich unterzeichnet.

Im Jahr 2017 wurde im Rahmen des Besuchs des Präsidenten der Republik Arsakh, Bako Sahakyan, in Belgien eine Freundschaftsgruppe und einen Freundschaftskreis mit Artsakh gegründet: im wallonischen Parlament von Brüssel hat eine Gruppe von frankophonen belgischen Parlamentariern, Vertretern aus wissenschaftlichen und öffentlichen Kreisen einen Freundeskreis gebildet, und im flämischen Parlament von Belgien wurde eine Gruppe der Freundschaft gegründet. Eine ähnliche Freundschaftsgruppe bzw. ein ähnlicher Freundschaftskreis wurden auch in Artsakh gebildet.
Masis Mayilian betonte, das Außenministerium von Artsakh habe im Jahr 2017 Anstrengungen unternommen, um nicht nur die bestehenden Beziehungen zu vertiefen, sondern auch neue zu etablieren. Die Geographie der internationalen Zusammenarbeit des Landes wurde erweitert. Die Parlamentarierdelegationen aus Bolivien, Mexiko sowie ein Mitglied des portugiesischen Parlaments besuchten im 2017 erstmals die Republik Artsakh.
Bezüglich des Prozesses der friedlichen Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach deutete der Außenminister hin, dass dieser sich im vergangenen Jahr vor allem auf die Überwindung der negativen Folgen der von Aserbaidschan im April 2016 gegen die Republik Artsakh wiederaufgenommenen Militäroperationen konzentriert war. In diesem Zusammenhang waren die Bemühungen der Ko-Vorsitzenden der OSZE Minsker Gruppe darauf gerichtet, die bei den Treffen in Wien und St. Petersburg erzielten Vereinbarungen umzusetzen und die Voraussetzungen für die Förderung des Verhandlungsprozesses zu schaffen. Angesichts dessen sprach Masis Mayilian über die Notwendigkeit, das Büro des persönlichen Beauftragten des Amtierenden OSZE-Vorsitzenden zu erweitern und die Mechanismen für die Untersuchung von Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe zu schaffen, um eine konstruktive Atmosphäre im Verhandlungsprozess herzustellen. Parallel dazu, um echte Fortschritte bei der Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach zu erreichen, sei es notwendig, die Verhandlungen im vollständigen Format wiederherzustellen, so dass sich die Republik Artsakh an allen Phasen beteiligt. Die vollständige Teilnahme von Artsakh an den Verhandlungen werde die Effektivität des Friedensprozesses erhöhen. Die Behörden von Artsakh setzen sich weiterhin für ihre gleichberechtigte Teilnahme an Verhandlungen ein und seien bereit, ihren Teil der Verantwortung für die Aufrechterhaltung der regionalen Stabilität und für das Schicksal der Region als Ganzes zu übernehmen.
Masis Mayilian wies auch darauf hin, dass dank enger Zusammenarbeit mit dem Außenministerium der Republik Armenien sowie den Missionen im Europarat, in der OSZE, Europäischen Union und den Vereinten Nationen die konsequenten Schritte unternommen wurden, um die offizielle Position von Artsakh zu verschiedenen Themen, einschließlich der friedlichen Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach zu unterbreiten und die Prozesse, die den Interessen Artsakhs widersprechen, zu verhindern. Insbesondere wurden neun umfassende – seitens des Außenministeriums und anderen Staatsressorts der Republik Artsakh vorbereiteten Dokumente, in verschiedenen internationalen Organisationen verteilt.
Im Hinblick auf die Hauptaufgaben für das laufende Jahr, merkte Masis Mayilian an, die außenpolitischen Prioritäten gemäß dem Programm des Präsidenten der Republik Artsakh, Bako Sahakyan, für 2017-2020 seien:
- die Stärkung der Bemühungen um die internationale Anerkennung von Artsakh, 
- die Sicherstellung des Fortschrittes bei der friedlichen Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach auf Basis des Selbstbestimmungsrechtes des Volkes von Artsakh, 
- die Gründung und Vertiefung der wirtschaftlichen internationalen Zusammenarbeit, 
- die Herstellung der günstigen Bedingungen für die Entwicklung des Landes sowie 
- die Förderung der ausländischen Investitionen in Artsakh. 
Eine der wichtigsten Punkten der außenpolitischen Agenda des Landes sei auch der weitere Ausbau und die Vertiefung der Zusammenarbeit im Rahmen Armenien-Arsakh-Diaspora.

Im Folgenden sind die Antworten des Außenministers Mayilian auf einige der Fragen, die von den Journalisten während der Pressekonferenz gestellt wurden, zu lesen.

Frage: Der Sonderbeauftragte des OSZE-Vorsitzenden für den Südkaukasus, Günther Bächler, hat Ende Dezember in einem auf der offiziellen Website der OSZE veröffentlichte Interview einige bemerkenswerte Erklärungen abgegeben. Insbesondere wies er darauf hin, dass es im Prozess der Beilegung des aserbaidschanisch-karabachischen Konflikts bestimmte Grundsätze über den endgültigen Status zum Verhandlungstisch gibt, aber keine echte Architektur für den Verhandlungsprozess existiert. In diesem Zusammenhang hat er unterstrichen, dass der Schweizer OSZE-Vorsitz vom 2014 ein inoffizielles Papier zum strukturierten Prozess mit allen Elementen und Einzelheiten für die umfassenden Verhandlungen entwickelt hat. Wie steht Artsakh zu diesem Thema?

Antwort: Zunächst möchte ich die Begrifflichkeit klären. Die vollständigen Verhandlungen können nur unter der Beteiligung von drei Parteien - Artsakh, Aserbaidschan und Armenien - sein, die das Waffenstillstandsabkommen im Mai 1994 unterzeichnet haben. Dieses Format ist im Abschlussdokument des KSZE / OSZE-Gipfels von Budapest verankert. Dementsprechend sind wir der Ansicht, dass die Anstrengungen nicht auf die Schaffung einer neuen Verhandlungsarchitektur, sondern auf die Wiederherstellung des trilateralen Verhandlungsformats zwischen Artsakh, Aserbaidschan und Armenien gezielt werden sollen.
Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass das Fehlen von Verhandlungen im vollständigen Format die Folge des mangelnden politischen Willens der aserbaidschanischen Führung, eine endgültige Beilegung des Konflikts zu erreichen, ist. Indem Aserbaidschan die Wiederaufnahme der Verhandlungen im trilateralen Format unter der unmittelbaren und vollständigen Teilnahme von Artsakh verhindert, weigert es sich, die friedensstiftenden Initiativen zur Stärkung des Waffenstillstandes umzusetzen. Damit betreibt Aserbaidschan eine konsequente Eskalation des Konflikts und verzögert bewusst die Schaffung eines dauerhaften Friedens in der Region.
In diesem Zusammenhang sollte daran erinnert werden, dass die Verhandlungen im vollständigen Format in damaliger Zeit durch ähnliche Manipulationen der aserbaidschanischen Seite, die auf dem Höhepunkt der Bemühungen um des Großen Politischen Abkommen auf der Ausarbeitung der Regelung zur Grundlage für die Fortsetzung der Verhandlungen bestand, untergraben wurden. Und jetzt schlägt Aserbaidschan vor, die Diskussion über die von ihm selbst initiierten Prinzipien der Konfliktlösung aufzugeben und mit strukturierten Verhandlungen zu beginnen. Eine solche Unstimmigkeit der aserbaidschanischen Regierung lässt keinen Zweifel daran, dass diese Initiative, wie auch die vorherigen, nur ein Trick ist, weil sie nicht bereit ist, seitens des Volkes von Artsakh bereits verwirklichtes Selbstbestimmungsrecht als Grundlage für eine endgültige Lösung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach anzuerkennen.

Frage: Gemäß der Erklärung der Ko-Vorsitzenden der OSZE Minsker Gruppe haben die Außenminister Armeniens und Aserbaidschans nach dem Treffen in Krakau vom 18. Januar 2018 ihr grundsätzliches Einverständnis zum überarbeiteten Konzeptdokument der Ko-Vorsitzenden zur Erweiterung des Büros des persönlichen Beauftragten des amtierenden OSZE-Vorsitzenden geäußert. Wie würden Sie diese Aussage kommentieren?

Antwort: Die Republik Artsakh hat die Initiativen zur Stärkung des Waffenstillstandes stets unterstützt und verschiedene Vorschläge zur Verringerung der Spannungen auf der Kontaktlinie zwischen den Streitkräften von Artsakh und Aserbaidschan mehrmals unterbreitet. Dabei sind wir stets davon ausgegangen, dass diese Schritte nicht formell oder deklarativ sein, sondern einen echten Beitrag zur Stabilisierung der Situation auf der Kontaktlinie leisten sollten. Derselbe Ansatz gilt auch für den Vorschlag zur Erweiterung des Büros des persönlichen Beauftragten des amtierenden OSZE-Vorsitzenden, der sich nicht auf eine formelle Aufstockung der Personalanzahl beschränken, sondern für verstärkte Überwachungsfähigkeiten des Büros sorgen sollte.
Die Umsetzung dieses Vorschlags wird ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. Allein die Erweiterung des Personals des Büros des persönlichen Beauftragten des amtierenden OSZE-Vorsitzenden und seine verstärkten Überwachungsfähigkeiten reichen jedoch nicht aus, um die Stabilität und Vorhersehbarkeit der Situation an der Kontaktlinie zwischen den Streitkräften von Artsakh und Aserbaidschan zu gewährleisten. Es sind notwendig, auch andere Initiativen zur Stärkung des Waffenstillstands umzusetzen, insbesondere die im Jahr 2011 vereinbarte Initiative zu den Vorfalluntersuchungsmechanismen. In diesem Zusammenhang ist die praktische Anwendung des Abkommens vom 6. Februar 1995, das unter der OSZE-Ägide zwischen Aserbaidschan, Artsakh und Armenien erreicht wurde, von großer Bedeutung. Das Abkommen enthält einen ganzen Komplex militärisch bedeutsamer Maßnahmen zur Stabilisierung von Krisensituationen.

Frage: Welche Erwartungen haben Sie von Verhandlungen im Jahr 2018?

Antwort: Der Aprilkrieg im Jahr 2016 hat deutlich gezeigt, dass die vorrangige Aufgabe bei der Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach in aktueller Phase sind die Stärkung des Waffenstillstandes und die Sicherstellung der Unumkehrbarkeit des Friedensprozesses. In dieser Hinsicht beziehen sich unsere Erwartungen für das Jahr 2018 hauptsächlich auf die Umsetzung des Vorschlags zur Personalaufstockung und Verbesserung der Überwachungsfähigkeiten des Büros des persönlichen Beauftragten des Amtierenden OSZE-Vorsitzenden. Als nächster Schritt sollte unserer Ansicht nach eine objektivere, ergebnisorientierte Diskussion über den Mechanismus zur Untersuchung der Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe sein.
Wir sind davon überzeugt, dass die Stabilität und Sicherheit an der Kontaktlinie einen Multiplikatoreffekt für den gesamten Abwicklungsprozess haben werden. Insbesondere werden sie ermöglichen, die menschlichen Verluste zu vermeiden und somit die Hauptursachen für die Aufrechterhaltung angespannter Beziehungen zwischen den Gesellschaften der Konfliktparteien zu beseitigen. Dies wiederum wird ein förderliches Umfeld für die Umsetzung von Maßnahmen zur Wiederherstellung des Vertrauens zwischen den Parteien schaffen. Zusammen werden diese Schritte eine konstruktivere Lage für die Förderung des Verhandlungsprozesses schaffen.
Natürlich wäre eine solche Dynamik im Verhandlungsprozess für das Jahr 2018 zu optimistisch. Gelichzeitig betrachten wir die Umsetzung des Abkommens über den Ausbau des Büros des persönlichen Beauftragten des OSZE-Vorsitzenden und die Verbesserung ihre Überwachungsfunktionen völlig realistisch, wenn es den politischen Willen seitens der aserbaidschanischen Seite gebe.

Frage: Wie würden Sie die jüngsten Initiativen der politischen und öffentlichen Kreise in den Vereinigten Staaten und Frankreich, die darauf abzielen, direkte Beziehungen zu Artsakh aufzubauen, kommentieren?

Antwort: Wir halten diese Initiativen für einen wichtigen und rechtzeitig getanen Schritt, insbesondere vor dem Hintergrund der unaufhörlichen Versuche Aserbaidschans, Artsakh zu isolieren. Die vom Kongressabgeordneten, Frank Pallone, initiierte Resolution und der Aufruf des Vorsitzenden des französisch-artsakhischen Freundschaftskreises, Francois Rochebloine, an die Führung Frankreichs sind eine wichtige Erinnerung daran, dass die Menschenrechte universell sind und dass ihre Einhaltung in der Verantwortung der gesamten internationalen Gemeinschaft liegt und nicht von der Laune solch eines nicht freien Staates wie Aserbaidschan abhängig sein kann.
Es ist bemerkenswert, dass die Initiativen, die die Versuche Aserbaidschans, Artsakh zu isolieren, verurteilen und direkte Kontakte zur Führung von Artsakh fordern, von Vertretern der politischen und öffentlichen Kreise der Vereinigten Staaten und Frankreichs ergriffen wurden, die zusammen mit Russland den Ko-Vorsitz der OSZE Minsker Gruppe bilden. Ähnliche Vorschläge wurden auch von Mitgliedern des Europäischen Parlaments - dem Präsidenten der Freundschaftsgruppe mit Artsakh im Europäischen Parlament, Frank Engel, und Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Lars Adaktusson - gemacht.
Wir sind auch davon überzeugt, dass die Schaffung eines direkten und offenen Dialogs zwischen Artsakh und anderen Ländern zur Stärkung der Stabilität und zur Lösung der in der Region bestehenden Probleme beitragen wird. Darüber hinaus wird die internationale Zusammenarbeit, die auf dem Prinzip der Einbeziehung statt der Ausgrenzung beruht, der Beilegung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Karabach neue Impulse geben. 
Artsakh ist ein wichtiger Faktor in der regionalen Sicherheitsarchitektur, der durch eine verantwortungsvolle Politik einen endgültigen und dauerhaften Frieden im Südkaukasus erzielen will.

Eröffnung einer neuen Schule in Gemeinde Musch, Bezirk Kaschatagh

Eröffnung einer neuen Schule in Gemeinde Musch, Bezirk Kaschatagh

Scule in der Gemeinde MuschIn der Gemeinde Musch, Region Kaschatagh, wurde eine neue Schule dank der Initiative der Organisation "Hayrenaser" (Patriot) gebaut. Am 11. November fand der Eröffnungsfeier der neun Schule an dem auch der Staatsminister Araikk Harutyunyan teilnahm.  Fast 50 Schüler aus den Dörfern Musch und Alaschkert werden demnächst die Schule besuchen können.
 
"Ich glaube, es ist kein Zufall, dass die Schule nach unserem Zeithelden Armenak Urfanyan (gefallener Soldat im April-Krieg von 2016) benannt wurde. Es ist eine Art Botschaft an die Lehrer der Schule und unsere Landsleute, dass wir in erster Linie die Erinnerung an gefallene Helden ehren sollen, indem wir unsere Kinder nach ihrem Beispiel erziehen", - sagte der Staatsminister Harutyunyan.

Anschließend besuchte Arayik Harutyunyan die Gemeinde Michnavan und machte sich mit den laufenden Bauarbeiten eines Wohnhauses für die Rückführung von Familien vertraut. Das Wohnhaus wird mit staatlichen Investitionen und den Investitionen der gemeinnützigen Stiftung "Kashatagh" errichtet. Hier wurde bereits ein multifunktionales Gemeindezentrum und die Turnhalle fertiggebaut.

Quelle: ArtsakhPress

„Depi Hayq“ (Birthright Armenia) besucht Artsakh.

Mitglieder der Stiftung „Depi Hayq“ (Birthright Armenia) sind zu Gast in Artsakh

Unsere Aufgabe ist es, die Beziehungen der Jugendlichen zwischen Armenien, Artsakh und Diaspora zu stärken, indem wir den in der Diaspora lebenden Jugendlichen durch die Freiwilligkeitsarbeit oder das Studium in der ursprünglichen Heimat ermöglicht zur Entwicklung der Letzteren beizutragen, dauerhafte persönliche Beziehungen auszubauen, so der Geschäftsführer der Stiftung Sevan Gapagyan.

Während der Reisen bietet die Stiftung den armenischen Jugenden in Diaspora die kostenfreien Kurse der armenischen Sprache, diversen Seminare, Exkursionen und viel mehr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bei den armenischen Familien untergebracht, damit sie möglichts viele unmittelbare persönliche Kontakte mit den Heimischen pflegen können.

Die Bewerberinnen und Bewerber sollen im Alter zwischen 20 und 32 Jahren sein und eine armenische Herkunft ausweisen. Jede Reise in das ursprüngliche Heilamtsland dauert mindestens 2 Monate lang.

Ein der Hauptzielen der Initiative sei es, dass die in verschiedenen Ländern lebenden Jugend sich mit ihren Wurzeln verbinden und an dem Aufbau und der Entwicklung ihrer historischen Heimat beteiligen. Die Stiftung wurde in 2004 gegründet und hat derzeit 220 Mitglieder, die Mitgliederzahl steigt Jahr für Jahr weiter.

Sie organisieren 2-3 Mal im Jahr Ausflüge nach Artsakh. Diesmal umfasst die Gruppe etwa 100 Personen aus 15 Ländern.

Etwa 1.500 Freiwillige aus 48 Ländern der Welt sind im Rahmen unseres Programms in Artsakh gewesen. Bei jedem Besuch in Artsakh fühlen sie sich sehr stolz, dass in dieser kleinen und gemütlichen Ecke der Welt ein Teil des armenischen Volkes lebt und eigenes Land, die Freiheit und Unabhängigkeit verteidigt, fügt weiter der Leiter der Stiftung Gapagyan hinzu.

Die Diaspora-Armenier bringen auch ein Stück der Welt nach Artsakh mit. Zum Beispiel hat sich dies Mal ein Teilnehmer aus Spanien entschieden, im „Wiki-Klub“ von Stepanakert den Kindern ein Monat lang Spanisch beizubringen.

Quelle:ArtsakhPress

Eröffnung der neuen Kindergärten in Stepanakert und Schuschi

Eröffnung der neuen Kindergärten in Stepanakert und Schuschi

Kindergarten Sose in StepanakertEin neuer Kindergarten „Sose“ wurde am 6. September in Hauptstadt von Artsakh, Stepanakert feierlich eröffnet. An der Eröffnungszeremonie nahm auch der Präsident des Landes Bako Sahakyan teil. Das Kindergärtennetz „Sose“ spiele eine wichtige Rolle bei den Vorschulinstitutionen Artsakhs, dieser wurde dank den Bemühungen der Diaspora gegründet und sei ein einzigartiges Symbol der trilateralen Zusammenarbeit Armenien – Artsakh – Diaspora, so der Präsident Sahakyan.

Die Organisation „die Union der armenischen Hilfe“ (Armenian Relief Society) organisierte noch im vergangenen Jahr eine Sammlung von Spenden in Burbank, Großstadt im Los Angeles County im US-Bundesstaat Kalifornien, für den damals noch im Bau befindenden Gebäude des Kindergartens „Sose“. Auf der Initiative wurden 33.000 US- Dollar aufgebracht, die für die Bedürfnisse des Kindergartens, einschließlich Kindergarten in Schuschides Erwerbs der notwendigen Möbelstücke, ausgegeben wurden.

Am 10. Oktober wurde ein anderer moderner Kindergarten in der Stadt Schuschi dank der finanzielle Unterstützung der US-Amerikaner der armenischen Herkunft Eduard Msrlyan eröffnet.

 

Ärzte aus Deutschland zu Gast in Artsakh

Ärzte aus Deutschland zu Gast in Artsakh

Zwei Ärzte aus Deutschland besuchten Ende August Artsakh und diagnostizierten Patientinnen im Stepanakerter Krankenhaus kostenfrei.

Augenarzt Fuad Zeidan aus Hamburg sagt, er reise gern und als Arzt sei er interessiert, mit welchen Standards die Ärzte in verschiedenen Ländern ihre Behandlungen durchführen.

„Eingetroffen in Artsakh wollte ich erfahren, unter welchen Bedingungen die Ärzte hier arbeiten, und welche Komplikationen besonders bei den Patienten mit Augenproblemen vorhanden sind“, sagt Fuad Zeidan und fügt hinzu: "Es gibt moderne medizinische Technik im Republikanischen Krankenhaus, die die Arbeit des Arztes erleichtert.“

In Palästina geborener Arzt aus Hamburg erzählt, dass er seit zwei Tagen mehrere Patienten mit verschiedenen Problemen untersucht hat.

Die Ärztin für Frauenheilkunde und Seelenheilkunde Dr.med. Annemarie Braun, ebenso aus Hamburg, sagt, sie sei hier begeistert von modernen Ausrüstung der Klinik und Bildungsstand der Ärztinnen. Sie wünscht sich, ein Zentrum der alternativen Medizin in Artsakh zu haben, wo die Behandlung frei von Chemikalien durchgeführt werden kann. Für Dr. Braun ist es bereits der fünfte Besuch in Artsakh. Jedes Mal, wenn sie hierherkommt, sieht sie neue positive Veränderungen.

Die Ärztinnen aus Deutschland besuchten Artsakh mit Doktorandin Manushak Markosyan zusammen. „Ich lebe seit Jahren in Deutschland und bin bei Wissenschaftsforschung tätig. Jedes Mal, wenn ich mich mit Ärzten treffe, erzähle ich immer über Artsakh. Ich lud sie ein, Artsakh zu besuchen, die sie freundlich annahmen und hier ihren Beitrag zur Artsakhs Gesundheitsversorgung leisteten“, - sagt Frau Markosyan.

 

Quelle: ArtsakhPress

Frauen bei Minenräumung. Halo-Trust in Artsakh

Auch die Frauen sind bei der Räumung der Minenfelder in Artsakh aktiv

Seit 2000 räumt die britische Firma «Halo Trust» die Minen in Artsakh. Sie hat bis heute etwa 480 Felder von Minen geräumt, die weiteren 90 Minenfelder müssen noch geräumt werden. «Halo Trust» plant nach eigenen Angaben Artsakh von verlegten Minen bis zum 2020 vollständig zu befreien. Gegenwärtig werden von der Firma 11 Minenfelder geräumt.

Vertreter von «Halo Trust» seien zum ersten Mal im Jahr 1995 nach Artsakh gekommen. Damals haben sie Schulungen für Mitarbeiter der Verteidigungsarmee zur Räumung der Minenfelder mit der international anerkannten Art und Weise durchgeführt, teilt der Leiter der «Halo Trust» Mission in Artsakh, Ash Boddy mit.

„Im 1995 war es ein kurzes Programm, danach gingen wir zurück. Aber im 2000 kam „Halo Trust“ auf Einladung der Baronin Caroline Cox zurück. Seitdem sind wir die einzige internationale, gemeinnützige und Organisation, die Minen in Karabach entschärft“, fügt Boddy hinzu. Die Schaffung der Finanzierung für die Tätigkeit in Artsakh sei eine schwierige Aufgabe.

„Halo Trust“ hatte jährlich mehr als 100 Mitarbeiter, aber im laufenden Jahr ist die Anzahl der eingestellten Kräfte auf 210 gewachsen. Heute arbeiten in „Halo Trust“ auch Frauen als Minenräumerinen. „Die erste Gruppe wurde im 2015 aus Dorf Kareghah im Bezirk Kashatagh gegründet. Jetzt gibt es drei solche Gruppen, wo die Anzahl der Frauen dominiert“, erzählt Ash Boddy.

Um bei „Halo Trust“ eingestellt werden zu dürfen, muss man ein 5-wöchiges Praktikum absolvieren. In den ersten vier Wochen umfasst das Programm theoretische und praktische Kenntnisse zur Minenräumung. Die fünfte Woche ist für die erste Hilfe. Nach Ende jeder Praktikumsphase wird Prüfung abgegeben und dadurch entscheiden, ob die Praktikantin bzw. der Praktikanten für die Tätigkeit in der Organisation geeignet ist oder nicht.

Die Minenräumerin Lilit Martirosyan ist 40, sie kommt aus Stepanakert. Bei „Halo Trust“ arbeitet sie seit 2. April 2017. „Die Arbeit ist kompliziert und gefährlich. Allerdings tun wir alles, um diese Gefahr für andere Menschen zu beseitigen. Unsere Gruppe besteht aus 7 Minenräumerinnen, die fünf davon sind Frauen, und einen Kommandanten“, sagt Lilit und fügt hinzu, sie habe von ihrem Ehemann, der auch bei „Halo Trust“ als Minenräumer tätig ist, über diese Arbeit erfahren. Das Ehepaar ist in derselben Gruppe tätig, und jedes Mal, wann sie im Minenentschärfungseinsatz sind, denken sie zuerst daran, dass sie alles tun müssen, um heil zurückzukehren, weil Zuhause ihre minderjährigen Kinder auf sie warten.

Wie der Missionsleiter Boddy sagt, bleibe „Halo Trust“ in Artsakh, weil das Land ihre Hilfe braucht. Sie haben auch ein spezielles Programm zur Erhöhung des Gefahrenbewusstseins bei der Bevölkerung. Zweimal jährlich besuchen die Mitarbeiterinnen die Schulen und bringen den Schülerinnen die notwendigen Informationen bei. Im vergangenen Jahr wurden dadurch mehr als 8.000 Kinder und 2.000 Erwachsene belehrt. Es gebe auch eine andere Gruppe, die jedes Jahr durch alle Dörfer von Artsakh rumläuft und die Gemeindemitglieder über erste Schritte bei Minengefahr informiert, erzählt Ash Boddy weiter.

Nach dem Aprilkrieg vom 2016 entschärfte „Halo Trust“, zusammen mit Rettungsdienst, verlegte Minen in Ortschaften Talisch, Mataghis und anderen Grenzdörfern Artsakhs, bevor die Zivilbevölkerung zurückkehrte.

„Halo Trust“ beschäftige sich vor allem mit der Entschärfung der Antipersonen- und Panzerabwehrminen, so der Missionsleiter Boddy.

Quelle: ArtsakhPress

Fotoausstellung in Stepanakert zum internationalen Tag der Vermissten

Fotoausstellung in Stepanakert zum internationalen Tag der Vermissten

Im Kultur- und Jugendhaus vom Stepanakert eröffnete die Mission des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) in Artsakh zusammen mit den Familienangehörigen der vermissten Personen eine Ausstellung am 30. August 2017, die dem internationalen Tag der Vermissten gewidmet war.

Bei der Eröffnung der Ausstellung begrüßte den Gästen die Projektassistentin der IKRK-Mission in Artsakh „Unterstützung der Familienangehörigen der Vermissten“ Frau Charlotte Jans. Sie dankte den Gästen für die Anwesenheit an der Ausstellung und fürs Gedenken an den Tag der Vermissten.

Die Ausstellung sei ein Teil des vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes seit 2011 durchgeführten Förderprogramms, so Frau Jans. Viele von den Fotos sprechen statt Familien der Vermissten, aber die Hoffnungen und das Leid dieser Familien bleiben der Öffentlichkeit oft unbekannt. Wir haben heute die Gelegenheit, mit Ihnen durch die Poesie und Zitate der Familienangehörigen der Vermissten zu sprechen, die ihren Gefühlszustand besser beschreiben, fügte Frau Jans hinzu.

Der Leiter der IKRK-Mission in Artsakh Dragoslav Blazevic stellte fest, das IKRK wolle mit dieser Initiative den Respekt gegenüber den Familienangehörigen der Vermissten sowie diejenigen, die versuchen diese Familien zu helfen, zeigen. Die dargestellten Fotos spiegeln das schwierige Schicksal der Familienangehörigen der Vermissten wider, durch das sie ihren Alltag durchlaufen. Sie hallen das endlosen Leid von Familienangehörigen wider. Die Fotos erinnern uns daran, dass das Verschwinden unserer Angehörigen während der bewaffneten Konflikte nicht nur die schmerzlichen Konsequenzen hat, sondern auch eine menschliche Tragödie ist, sagte er. Der Leiter der IKRK-Mission fügte hinzu, dass die Klärung des Schicksals der vermissten Menschen eines der Hauptziele der IKRK-Mission ist.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes registrierte seit 1992 mehr als 4500 vermisste Personen, deren Schicksal noch unbekannt bleibt.

Quelle: ArtsakhPress

Eine großartige humanitäre Aktion: Gefäßchirurg aus Österreich macht in Stepanakert mehrere kostenfreie Operationen.

Gefäßchirurg aus Österreich macht in Stepanakert mehrere kostenfreie Operationen

Auf die Einladung des Gesundheitsministeriums der Republik Artsakh war der österreichische Gefäßchirurg Ara Uguryan am 10. August im Republikanischen Medizinischen Zentrum von Stepanakert eingetroffen, wo er mit dem Gefäßchirurgen des Zentrums David Khachatryan seit mehr als einem Jahr zusammenarbeitet.

Im Interview mit dem Korrespondenten von Artsahpress sagte Ara Uguryan, am ersten Tag sei es notwendig, die Patienten zu untersuchen und bei Notwendigkeit in den nächsten Tagen anschließend zu operieren. Er fügte hinzu, bei kardiovaskulären Patienten werde die Krankheit durch die OP nicht ganz geheilt, da die Hauptprobleme das Rauchen und endokrinen Erkrankungen seien.

Die Patienten mit den Symptomen einer arteriellen Hypertonie wurden für die Behandlung in die Warteschlange im Voraus aufgenommen. Bei diesen Fällen sei eine Intervention mit hochtechnologischen Geräten notwendig, und diese könne Herr Uguryan mit seiner Erfahrung und aus Österreich mitgebrachten speziellen medizinischen hochwertigen Technik besser machen, so der berg-karabachische Arzt David Khachatryan.

Der österreichische Chirurg machte am 11. und 12. August in Stepanakert insgesamt 12 komplett kostenfreie Operationen an Gefäßen.

Ara Uguryan wurde in der Türkei in einer armenischen Familie geboren. Später studierte er in Wien, seit vielen Jahren lebt und arbeitet er in Österreich.

Quelle: Artsakhpress