Die Reise nach Artsakh /video von TravelBlog.lv/

Gebirgige Schluchten, alte Klöster, alte Dörfer, moderne Städte und wunderbare Menschen - das alles kann man im neuen Film über die nicht anerkannte Republik Arzach, bekannter unter dem Namen Bergkarabach sehen. Ihn hat man das Team des Projekts TravelBlog.lv aus Litauen und Lettland im September 2017 gedreht. Im Laufe einer Woche fuhren sie durch die verborgenen Ecken dieses kaukasischen Stückchens, suchten nach interessanten Perspektiven, kommunizierten mit verschiedenen Menschen und machten letztendlich einen schönen und farbigen Film über ein noch wenig bekanntes Gebiet. 
Das Ziel dieses Videos ist es, der ganzen Welt diesen Ort und seinen riesigen touristischen Potenzial aufzudecken. Trotz aller politischen Schwierigkeiten leben hier schon mehrere Jahrtausende einfache und gastfreundliche Menschen. Und sie erwarten mit großer Freude alle zu Gast, wer diese noch vom großen Tourismus unerforschte Ecke der Erde kennenlernen will. In den letzten Jahren wurde vieles gemacht, um dieses Land für die ganze Welt attraktiv zu machen. Bequeme Straßen wurden angelegt, Hotels auf jeden möglichen Geschmack und Geldbeutel wurden eröffnet, Studien- und extreme Bergrouten wurden organisiert. Das Problem ist nur noch darin, wie man der Welt darüber bekannt geben kann, einer Welt, die beeinflusst durch die Stereotype und Gruselgeschichten aus Aserbaidschan lebt. Vielleicht hilft dabei dieser Film... 
Es war leicht, ihn zu drehen, es gab keine Probleme mit den schönsten Lokationen und interessanten Momenten. Im Film gibt es viele Bilder aus der Vogelperspektive, von einer gewöhnlichen Drohne gemacht. Eben so kann man nach der Meinung der Filmautoren am farbenfrohsten die ganze Schönheit der Bergklöster Gandsasar und Dadiwank offenbaren, die atemberaubende Tiefe der Schlucht von Hunot fühlen lassen und den hinreißenden Bergpass von Sotk zeigen. Nicht weniger interessant sind für viele die einheimischen Sitten und Bräuche. Im Film kann man bei der Probe der heimischen Volksmusikgruppe anwesend sein, sich in moderne Tänze einfühlen, das Livespiel einer Jazzband mit rein armenischen Motiven hören, das Schaffen der Bluesmusiker aus Stepanakert kennenlernen. Nicht vergessen ist auch die originelle Arzacher Küche. Es ist doch so interessant zu sehen, wie man in der Republik Lawasch und Matnakasch in alten Tonir-Herden bäckt, wie man auf dem Markt das Fladenbrot Shengjalow Haz zubereitet sowie bei der Weinernte und -probe des hiesigen Edelweins selbst anwesend zu sein. Eben so ist der Film geraten: einfach, lebendig und sehr schön. Seine Macher glauben, dass ein solches Bergkarabach vielen gefallen wird. Planet Erde ist doch zu klein, um zu versuchen, jemandem durch sie zu reisen zu verbieten.